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Wird ein zweites Kind auch ein Schreibaby?

Inhalt

Zweites Kind auch ein Schreibaby? Schreibaby erblich? Kinderwunsch. Laut und Liebe Babyschreiberatung für Highneedbaby, Kolik, Dreimonatskoliken, Regulationsstörung.

Kurz gesagt: Nein, das zweite Kind ist nicht automatisch wieder ein Schreibaby – aber das Risiko besteht und die Angst davor ist so real und verständlich, dass sie einen eigenen Artikel verdient.

Wenn Du das erste Mal die Zeit mit einem sogenannten Schreibaby durchgestanden hast, kennst Du das Gefühl vielleicht: Kaum denkst Du über ein zweites Kind nach, meldet sich im Kopf sofort die Frage: Schaffe ich das noch einmal, wenn es wieder so wird?

Du bist mit diesem Gedanken nicht allein. Ich zeige Dir hier, was Du wirklich wissen musst.

Ein Kinderwunsch, Dein Kinderwunsch, ist eine Herzenssache. Wenn es eine Kopfentscheidung wäre, würden, glaube ich, nur wenige Menschen dieser Welt Kinder bekommen – eine Schwangerschaft ist anstrengend, eine Geburt ist anstrengend, eine Baby- und Kinderzeit ist anstrengend.

Es wird in der Gesellschaft oft so dargestellt, dass die Krönung der Liebe ein Baby ist. Und genau diesem gesellschaftlichen Bild, was wir von Babys haben, gebe ich einen Großteil der Schuld dafür, dass Du mit Deinem Baby so gelitten hast!

Denn die Wahrheit ist:

Babys sind in erster Linie Vollpflegefälle, sehr anstrengend. Oft lieben wir sie gar nicht vom ersten Moment an innig (weil so eine Liebe wachsen muss), dann tun wir nur so und schämen uns heimlich.

Eltern von Schreibabys leben ein anderes Leben als andere Eltern

Kinderwunsch nach Schreibaby. Weinen beim Anpassungsstörungen und Regulationsstörung. Psychotherapeutische Heilpraxis Laut und Liebe Kisenbegleitung, Bindung und Schlaf Ingrid Scherzer, Heilpraktikerin für Psychotherapie Schreibaby, Kolik, Highneedbaby, Regulationsstörung.

Dabei ist es vollkommen normal, dass die Liebe eben erst wachsen muss und das ist natürlich besonders schwer für Eltern von sehr unruhigen Babys!

20% aller Babys schreien mehr, schlafen schlechter, brauchen mehr Körperkontakt, brauchen mehr von allem. Solche Eltern leben ein ganz anderes Leben als die Eltern von ruhigeren Babys!

Denn wenn Dein Baby auch mal 2 Stunden am Stück schläft, ist Dein Leben nicht vergleichbar mit dem Leben einer Mutter, deren Kind alle 30 Minuten weint!

Und es ist nachvollziehbar, dass die Eltern, die so unendlich mehr belastet sind, regelrecht Angst vor einer neuen Babyzeit haben. Darum sind wir hier 💜

Wie wahrscheinlich ist es, dass mein zweites Baby auch ein Schreibaby wird?

Kurz gesagt: Es gibt keine Studie und keine Formel, die das vorhersagen kann. Manche Familien erleben ihr zweites Baby als völlig unkompliziert, selbst wenn das erste extrem geschrien hat. Andere Familien erleben es tatsächlich noch einmal – das ist nicht Deine Schuld und kein Muster, das Du hättest verhindern können.

Ob Dein zweites Baby ruhig oder intensiv wird, hängt von vielen Faktoren zusammen – nicht nur von dem, was Du beim ersten Kind erlebt hast. Nur, wenn Du den wahren Grund für das Verhalten Deines Babys verstanden hast, kannst Du das Risiko wirklich einschätzen!

📌 Zum Artikel über die Symptome von sogenannten Schreibabys hier.

📌 Zum E-Book über die Gründe für das Verhalten von Schreibabys hier.

Warum die Angst vor dem zweiten Schreibaby so real ist

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Die Monate oder Jahre mit einem Schreibaby kosten enorm viel Kraft. Es ist völlig normal, dass diese Erfahrung wie ein Schatten über der Planung für ein weiteres Kind liegt.

Viele Eltern berichten von einem ganz bestimmten Gefühl, wenn sie sich für ein zweites Kind entscheiden, obwohl das erste ein Schreibaby war:

Die ersten Schreiepisoden beim zweiten Baby können sich anfühlen, als würde die alte Erschöpfung sofort wieder da sein – manche beschreiben es fast wie eine Art Nachhall der ersten Zeit.

Das ist keine Übertreibung und kein Zeichen, dass mit Dir etwas nicht stimmt. Es ist Dein Nervensystem, das sich an eine extrem anstrengende Phase erinnert.

Wenn Du also gerade merkst, dass Dich schon der Gedanke an ein zweites Kind stresst, obwohl Du Dir eigentlich ein Geschwisterchen wünschst: Das kann ein völlig normaler Teil der Verarbeitung sein – kein Grund, an Deinem Kinderwunsch zu zweifeln.

Nüchtern betrachtet: Was tatsächlich für ein ruhigeres zweites Baby spricht

Ohne es schönzureden, aber auch ohne unnötige Angst zu schüren, hier mögliche Pluspunkte beim nächsten Baby:

  • Beim zweiten Kind kennst Du bereits die Anlaufstellen. Babyschreiberatung, Hebammen, Stillberatung – Du weißt schon, wo Du Hilfe bekommst, und musst nicht erst mühsam recherchieren, während Du im Ausnahmezustand bist.
  • Du erkennst Warnsignale früher. Was beim ersten Kind wochenlang gedauert hat, bis Du gemerkt hast, dass etwas nicht stimmt, fällt Dir beim zweiten Kind oft viel schneller auf.
  • Du lässt Dich weniger schnell verunsichern. Gut gemeinte, aber wenig hilfreiche Ratschläge von außen prallen beim zweiten Kind eher ab, weil Du bereits weißt, dass Schreien nicht an Deiner Erziehung liegt.

Könnte das Schreien Deines Babys erblich sein?

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Kurz gesagt: Exzessives Schreien (also häufiges, untröstliches Schreien) selbst gilt nach aktuellem Forschungsstand nicht als klassisch vererbbar – aber die tieferen Gründe dahinter können es teilweise sein!

Das ist ein wichtiger Unterschied, den ich Dir nicht vorenthalten will. Es gibt keine Evidenz dafür, dass Koliken oder exzessives Schreien wie eine klassische Erbkrankheit von den Eltern ans Kind weitergegeben werden.

Das zugrunde liegende Temperament eines Babys (wie stark es auf Reize reagiert, wie schnell es sich reguliert, wie empfindlich sein Nervensystem ist) und einige der häufigen Gründe für das unruhige, stark bedürftige Verhalten (Sensibilität, Highneed) sind zu einem gewissen Teil genetisch beeinflusst!

Was heißt das für Dich, wenn Du einen Kinderwunsch nach Schreibaby hast?

Es kann sein, dass einige Gründe für das unruhige, laute Verhalten Deines Babys in der Familie liegen – das würde erklären, warum sich manche Geschwister im Schrei- und Reizverhalten ähneln.

Vererbung ist nur ein Baustein von vielen, und wie stark sich ein empfindliches Nervensystem als „Schreibaby-Verhalten“ zeigt, hängt auch von Geburtserfahrung, Verdauung, Umfeld und vielem mehr ab.

Du bekommst mehr Klarheit, wenn Du die Gründe kennst, wieso Dein älteres Kind so viel geschrien hat (das ist in vielen Fällen auch rückwirkend möglich!). Welche Gründe das sein können, wer die richtigen Ansprechpartner sind und mehr findest Du in diesem Selbsthilfe-Ratgeber:

Warum Dein Baby so viel schreit und wann es endlich besser wird. Laut und Liebe Schreibaby, Highneedbaby, Regulationsstörung, Anpassungsstörungen, Kolik.

Schau Dir den Selbsthilfe-Ratgeber hier an!

Ist jedes Kind wirklich anders? Die gute Nachricht

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Ja. Und das ist keine leere Floskel, sondern echte Erfahrung aus unzähligen Familien:

Ein ehemaliges Schreibaby bedeutet nicht automatisch, dass das Geschwisterkind genauso wird. Viele Eltern berichten, dass ihr zweites Kind ein völlig anderes Temperament mitbrachte – ruhiger, ausgeglichener, leichter zu beruhigen – obwohl das erste Kind sie an ihre Grenzen gebracht hat.

Gleichzeitig gilt auch das Gegenteil: Manche Familien erleben tatsächlich zwei intensive Babys hintereinander. Auch das ist kein Beweis dafür, dass Du etwas falsch machst. Manche Nervensysteme sind einfach reaktiver – bei Deinem Kind, und vielleicht auch bei Dir selbst.

Und wenn Du mich schon länger kennst, weißt Du bestimmt, dass alle meine 4 Babys sehr unruhig, laut und intensiv waren…

Was Du diesmal anders machen kannst

Du gehst nicht mehr bei null los. Hier ein paar Dinge, die Dir dieses Mal Sicherheit geben können:

  • Wisse frühzeitig, wo Du Hilfe findest. Hebamme, Babyschreiberatung, psychotherapeutisch Hilfe – notiere Dir die Kontakte schon während der Schwangerschaft, damit Du im Ernstfall nicht erst suchen musst.
  • Beobachte von Anfang an, statt abzuwarten. Du kennst jetzt die Anzeichen, die auf ein Grundproblem hindeuten können (z. B. sehr häufiges Würgen, Regulationsprobleme, extreme Unruhe) – Du musst nicht erst wochenlang zusehen wie beim ersten Mal.

Sprich offen über Deine Angst. Mit Deiner Hebamme, Deiner Partnerin oder Deinem Partner, mit Freundinnen. Die Angst kleinzureden macht sie nicht kleiner – sie ernst zu nehmen, macht sie leichter tragbar.

Hol Dir Unterstützung, bevor Du sie dringend brauchst. Warte nicht, bis Du am Limit bist. Ein Netzwerk aufzubauen, während es Dir noch einigermaßen gut geht, ist leichter als mitten in der Krise.

Wenn Du wissen willst, woran Du ein Schreibaby, Highneedbaby oder Anpassungsprobleme frühzeitig erkennen kannst – und was in welcher Situation wirklich hilft –, dann findest Du das ausführlich und leicht verständlich in meinem Selbsthilfe-Ratgeber.

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Genau für Eltern gemacht, die keine Zeit für dicke Fachbücher haben, sondern schnelle, verlässliche Antworten brauchen! Genau deshalb gibt es den Ratgeber auch im dunklen, augenschonenden Design und sogar als Audioversion zum Anhören!

Häufige Fragen zum zweiten Kind nach einem Schreibaby

Was verändert sich mit dem zweiten Kind?

Vor allem Deine Erfahrung. Du kennst die Anlaufstellen, erkennst Warnsignale schneller und lässt Dich weniger leicht verunsichern. Am Verhalten Deines Babys selbst ändert das nichts – jedes Kind bringt sein eigenes Temperament mit.

Wie lange bleibt ein Baby ein Schreibaby?

Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und hängt komplett davon ab, was der tiefer liegende Grund für das viele Schreien ist! Schau dafür bitte in den Selbsthilfe-Ratgeber.

Kann man beim zweiten Kind eine postpartale Depression bekommen?

Ja, das kann bei jedem Kind passieren, unabhängig davon, ob es sich um das erste oder zweite Baby handelt. Der Zusammenhang zwischen exzessivem Schreien und Wochenbettdepression ist gut belegt. Achte auf Anzeichen bei Dir selbst und sprich sie offen in Deiner Arztpraxis an.

Wann ist der perfekte Zeitpunkt für ein zweites Kind?

Den gibt es nicht pauschal. Viele Familien warten bewusst, bis das erste Kind aus dem Gröbsten heraus ist, um mehr mentale und körperliche Kapazität zu haben. Andere entscheiden sich bewusst für einen geringeren Abstand. Wichtig ist, dass die Entscheidung sich für Dich und Deine Familie richtig anfühlt – nicht, was „üblich“ ist.

Der perfekte Altersabstand für mich als vierfache Mutter

Meine eigene Erfahrung als Mutter von 4 unruhigen Babys:

15 Monate Wartezeit waren auf jeden Fall ein superstressiger Abstand, 3 Jahre waren ganz ok. Hätte ich gewusst, dass jedes Mal wieder ein sogenanntes Schreibaby kommt, hätte ich wohl mindestens 4 Jahre gewartet – denn bei einem sehr lauten Baby (das auch nachts viel schreit) musste mein älteres Kind aus dem Familienbett ausziehen und das war nur einer von vielen aufreibenden Nachteilen.

Das Traumschlafbaby von Social Media

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Eigentlich sollte eine frischgebackene Mutter – zwar erschöpft und schwach, aber doch liebend und fürsorglich – im Bett liegen, von der Familie mit Essen versorgt werden, jemand macht den Haushalt, die Eltern kuscheln im Bett, schauen sich verliebt und stolz tief in die Augen und küssen sich über das schlafende Baby hinweg.

So kann sich die Mutter wunderbar erholen und schöne Fotos für Social Media machen.

Sorry, aber das ist Quatsch.

Es stimmt für viele Babys, für Deins wahrscheinlich nicht, für meins auch nicht.

Manche Babys sind anders, die Zeit mit ihnen ist anstrengend. Nach Umfragen unter meinen Followern kam immer wieder raus, dass viele Eltern in der intensiven Babyzeit sogar bereut haben, ein Kind bekommen zu haben!

Und das ist ja eine ziemlich krasse Aussage, und wie ich das verstehe, geht das nicht gegen das Baby. Es geht gegen das Traumbild der Gesellschaft.

Wir erwarten, dass da ein bestimmter Mensch kommt. Wir denken vorher, dass wir wissen, was für ein Mensch da kommt, Aber… das ist nicht so. Da kommt nicht das bestellte Baby – sondern Deins. Es kommt nicht das Baby, für das du automatisch genug Energie hast.

Die kalte Realität

Baby schläft nicht. Müde Eltern. Nächste Babyzeit wieder so schlimm? Zweites Kind auch ein Schreibaby? Schreibaby erblich? Kinderwunsch. Laut und Liebe Babyschreiberatung für Highneedbaby, Kolik, Dreimonatskoliken, Regulationsstörung.

So, und wenn Du jetzt mitten in der Nacht da sitzt, zwischen 2 Uhr und 4 Uhr, und das Stillen funktioniert nicht, das Baby liegt nicht verliebt an Dir, sondern schreit Dich die ganze Zeit an… Du bist so müde, dass Du Sterne siehst und nur noch heulen kannst (fühlst Dich aber dabei schlecht, weil Du ja vor dem Baby nicht weinen sollst), hast Streit mit Deinem Partner und schreist ihm irgendwas zu, der schreit was zurück, und ihr könnt euch nicht verstehen, weil das Baby so schreit – und in dem Moment fühlst Du Dich auch ganz bestimmt nicht wie die perfekte Mutter.

Ich finde es eine große Last, die wir uns da aufdrücken.

Denn Du bist ein unperfekter Mensch, und Dein Baby auch. Wir sind alle nicht perfekt, oder?

Manchmal passt das super wie Deckel auf Topf:

Ein entspanntes Baby zu einer Mama, die sich dadurch entspannt und zuversichtlich wird.

Und diese Mama wird vermutlich fühlen, dass das Baby die größte Liebe ist und dass es sich die Mama ausgesucht hat, und so weiter. Das wirst Du lesen und womöglich denken:

Bin ich eine schlechte Mama, oder stimmt was mit meinem Baby nicht?

Nein. Es ist nur eine romantische Überhöhung, zu denken, dass da eine Seele kommt, die zu hundert Prozent zu Dir passt.

Eine gefährliche Denkweise, denn wenn wir Babys haben, die so krass schreien, ist es gut, im Hinterkopf zu behalten:

⚠️ Achtung! Viele Eltern sind hier jetzt schon gescheitert, haben in Aggression, Wut oder Übermüdung (das ist keine Entschuldigung!) ihrem Baby wehgetan und ihm geschadet. Es waren nicht die perfekten Eltern, und es war nicht das perfekte Baby für diese Familie.

Denn dieses Konstrukt gibt es nicht!

Das vorweg – das ist meine Sicht der Dinge und meine Basis für meine Überlegungen.

Denn ich weiß, dass so viele Eltern Angst haben, was da jetzt als Nächstes für ein Kind kommt.

Was kann hinter „Schreibaby-Verhalten“ stecken?

Um die Gründe für unruhiges Babyverhalten besser verstehen zu können, helfen Dir die übersichtlichen Druckvorlagen und Insidertipps aus diesem Selbsthilfe-Ratgeber:

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Den Selbsthilfe-Ratgeber kannst Du Dir einfach hier unverbindlich anschauen (nicht verpassen, es gibt Rabatt 💜).

Ich wünsche Dir von Herzen, dass die Angst vor dem „Was wäre, wenn“ Deiner Vorfreude auf ein Geschwisterchen nicht im Weg steht. Und falls es doch wieder intensiver wird: Du weißt jetzt schon viel mehr als beim ersten Mal.

LG Ingrid

Laut und Liebe Babyschreiberatung für Schreibaby, Kolik, Regulationsstörung, Highneed, Neurodivergenz. Blog.

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